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Berliner Morgenpost


Am Cello durchgestartet 3.Juli 2004 ©Berliner Morgenpost (Volker Tarnow) Artikel ganz lesen...

...Eingangs hatte sich Uwe Hirth-Schmidt mit Saint-Saëns' 2. Cellokonzert hören lassen. Es ist nicht gefällig, populär, im Grunde auch nicht brillant. Wohl aber bietet das D-Moll-Konzert einem Musiker, der wie Hirth-Schmidt nach zehn erfolgreichen Jahren mit dem Jacques-Thibaud-Trio nun stärker auf die Solistenlaufbahn einschwenkt, technisch knifflige Aufgaben. Die Hirth-Schmidt mit Bravour löste. Bogenstrich und Intonation gestatten ihm, dies wurde in den sanfteren Szenen ebenso deutlich wie in der kühnen Kadenz, ein Spiel von erlesener Reinheit. Und ihm fehlt auch nicht - Problem vieler Kammercellisten! - der kräftig auftrumpfende Ton. Da er sich mutig mit dem unbequemen Saint-Saëns hervorwagte, darf man von ihm auch genialere Raritäten wie die Konzerte von Volkmann, Atterberg und Martinu erwarten. Glückwunsch zum gelungenen Start der Zweitkarriere!