| ...Eingangs hatte sich Uwe Hirth-Schmidt mit
Saint-Saëns' 2. Cellokonzert hören lassen. Es ist nicht gefällig,
populär, im Grunde auch nicht brillant. Wohl aber bietet das
D-Moll-Konzert einem Musiker, der wie Hirth-Schmidt nach zehn
erfolgreichen Jahren mit dem Jacques-Thibaud-Trio nun stärker auf die
Solistenlaufbahn einschwenkt, technisch knifflige Aufgaben. Die
Hirth-Schmidt mit Bravour löste. Bogenstrich und Intonation gestatten
ihm, dies wurde in den sanfteren Szenen ebenso deutlich wie in der
kühnen Kadenz, ein Spiel von erlesener Reinheit. Und ihm fehlt auch
nicht - Problem vieler Kammercellisten! - der kräftig auftrumpfende
Ton. Da er sich mutig mit dem unbequemen Saint-Saëns hervorwagte, darf
man von ihm auch genialere Raritäten wie die Konzerte von Volkmann,
Atterberg und Martinu erwarten. Glückwunsch zum gelungenen Start der
Zweitkarriere!
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